Einführung (Näheres siehe hier sowie im didaktischen Teil)Dem Problem der Schadstoffe in Vitrinen und Depotschränken wurde
in der Vergangenheit viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Der
Glaube, Kunstgegenstände seien in Vitrinen oder Depotschränken gut
geschützt, ist oft irrig: Organische Säuren aus den Vitrinen- oder
Schrankmaterialien, bisweilen aber auch aus den Kunstwerken selbst,
reichern sich in den Vitrinen an und erzeugen korrosive Atmosphären,
welche die Kunstwerke stark angreifen können. Silber und andere Metalle: Anstatt Silber immer wieder zu putzen, wobei jedes Mal eine Schicht der Oberfläche verloren geht, sollte Silber in Museen passiv gegen Anlaufen geschützt werden. Mit den speziellen Absorbermaterialien lässt sich im Depotbereich das Anlaufen von Silber praktisch vollständig verhindern. Auch in Ausstellungsvitrinen lässt sich das Wiederanlaufen sehr stark verzögern. Kosten und sichtbarer Nutzen stehen hier in einem sehr günstigen Verhältnis. Bei Kupfer- und anderen Metallen kommt im Depotbereich auch die
Trockenlagerung in Betracht. Hierbei werden die Metallobjekte mit
Trockenmitteln (z.B. Beutel mit Molekularsieben)
in Sperrschichtfolien verpackt.
Für kombinierte Materialien, die nicht unbegrenzt getrocknet werden
können, bietet sich die sauerstoffarme
Lagerung als perfekter Korrosionsschutz an. Aktivkohlegranulate oder Aktivkohlegewebe? (weitere Infomationen) Aktivkohle entsteht, indem verkohlte Materialien vielfältigen Ursprungs (Steinkohle, Holzspäne, Gummi....) auf kontrollierte Art weiteroxydiert werden. Hierdurch erhält Aktivkohle ihre sehr große innere Oberfläche (ca. 500 -3000m²/g). Reine Aktivkohlen sind in der Lage, auf dieser inneren Oberfläche eine große Vielfalt gasiger Stoffe anzulagern (zu adsorbieren), z.B.: Ozon, organische Lösemittel, Insektizide und Terpene. In geringerem Maße werden auch Chlor, NO2 und etwas SO2 adsorbiert. Aktivkohle kann neben den Schadstoffen auch größere Mengen Wasserdampf aufnehmen, vor allem bei höherer Luftfeuchtigkeit (bei 50% rF ca. 3 Gew.%, bei 60% rF ca. 7 Gew.%, bei 70% rF ca. 25 Gew.%). Sollen zielgerichtet spezielle Schadstoffe beseitigt werden, kommen oft imprägnierte Aktivkohlen zum Einsatz. Für den Erfolg der Schadstoffadsorption in Vitrinen ist weniger
die eingesetzte Kilomenge entscheidend als die dargebotene Absorberfläche.
Bei ruhender Luft wie in Vitrinen können die Schadstoffe nicht sehr weit ins Innere der Aktivkohle vordringen. Aktivkohlegewebe mit ihren sehr dünnen Fasern sind hier daher leistungsfähiger als Granulate. Die Vitrinenluft muss sich möglichst gut mit den Absorbern austauschen
können. |
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Schadstoff-Filterung in Vitrinen gelingt am besten mit Aktivkohlegeweben. Aktivkohlegewebe kann bei direkter Berührung auf manche Metalle oxydierend wirken (man denke an Zink-Kohle-Batterien). Zwischen Kunstwerk und Aktivkohletuch muss daher ggf. ein neutrales Material eingelegt werden. Aktivkohlegewebe bzw. aktivkohlehaltige Mehrschichttextilien werden auch eingesetzt zur Dekontaminierung von Möbeln oder Holzgegenständen, die mit Holzschutzmitteln (PCP, Lindan...) verseucht sind. Die Gegenstände werden in Beutel oder Hussen aus diesen filternden Geweben verpackt, sodass die Holzschutzmittel nicht in die Raumluft gelangen können. Über Jahre gesehen findet so eine Dekontamination der Gegenstände statt. Die Gewebe können allerdings nur die Schadstoffe aufnehmen, die in die Gasphase gelangt sind. Sie können die Objekte daher nicht schneller dekontaminieren als wenn sie gut umlüftet aufgestellt werden. |
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CCI -Aktivkohlegewebe |
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Weitere Produktdaten hier |
CCI-Aktivkohlegewebe Zorflex FM10 L100 (vormals FM4/250SL), einseitig mit weißem Vliesstoff
kaschiert. Gewicht: 120 g Aktivkohle/m², innere Oberfläche
typisch 900 - 1100 m²/g, Breite: 108 cm, Dicke: 0,5 mm.
Zorflex FM10 ist auch unkaschiert erhältlich, € 3,-/lfm günstiger als FM10 L100. Die innere Oberfläche ist hier ein klein wenig höher, typisch 1000 - 1200 m²/ g. Kleinere Mengen sind ab Lager lieferbar. Unkaschiertes Tuch franst jedoch leicht aus! CCI-Aktivkohlegewebe Zorflex FM10 T150, alkalisch imprägniert, ca. zehnfach
höhere Aufnahmekapazität für H2S, NOx und
andere saure Gase, dafür aber langsamere Aufnahmegeschwindigkeit.
Dicke 0,5 mm, Breite 100 cm.
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Kokosnußschalen-Aktivkohle,
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Aktivkohle aus Kokosnußschalen zeichnet sich durch besonders feine Poren aus. Kokosnussschalen gehören daher zu den edelsten Grundstoffen für Aktivkohle. Die Chips besitzen eine Größe von 2,4 - 4,8 mm, Schüttgewicht: ca. 450 ±25 g/l, Porenoberfläche: ca. 1100 m²/g, Jodzahl >1050 mg/g, Aschegehalt: max. 5 %, Wassergehalt bei Abpackung: 5% max. Verpackung: Papiersäcke mit PE-Innensack à 25 kg
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| Imprägnierte Aktivkohlen: Steinkohlegranulat
Für die wichtigsten und häufigsten Schadstoffe in Vitrinen (Essigsäure, Schwefeldioxid und andere saure Gase) sind alkalisch (z.B. mit Kaliumhydroxyd) imprägnierte Aktivkohletypen am besten geeignet. Für die Anwendung bei ruhender Luft wie in Vitrinen eignen sich am besten feinteilige Granulate wie 2-3 mm-Rundstäbchen (Formzylinder) oder Aktivkohlegewebe (siehe oben).
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Active Paint Active Paint ist ein Schutzanstrich, der im Sinne der präventiven Konservierung auf den Oberflächen von Vitrinen, Schubfächern, Regalen und Schränken sowie Lager- und Transportkisten aufgetragen wird. Der Anstrich filtert Schadstoffe aus und verhindert auf dieses Weise Schäden an wertvollen Objekten und Kunstwerken. Die Emulsion enthält Aktivkohle und Kalziumkarbonat in einer wässrigen Lösung, als Bindemittel dient Acrylpolymer.
Active Paint , 750 ml |
55,- € |