| Spezielle Absorber zum Schutz von Silber
und Kupfer
Siehe auch: |
Der frisch gereinigte Gervasius-Reliquienschrein aus dem Breisacher
Münster (hier bei einer festlichen Prozession) wird durch Zinkoxyd (Miracle-Sac) und Silbertuch Pazifik vor dem Anlaufen geschützt. |
Für das Anlaufen von Silber sind neben Schwefelwasserstoff noch einige Schadgase wie Schwefeloxyde, Stickoxyde und Chlor verantwortlich, wobei die relative Luftfeuchtigkeit ebenfalls von Bedeutung ist. Die bisher praktizierten Methoden, Silber zu schützen - wie Lacke, Beschichtungen oder flüchtige chemische Substanzen (VPI) - haben alle nachteilige Wirkungen gezeigt. Die Anwendung von Schadstoffabsorbern dagegen verhindert ein Anlaufen des Silbers ohne die Silberoberfläche zu tangieren oder zu verändern.
Allgemeine Schadstoffabsorber wie Purafil oder Aktivkohle sind in der Lage, das Anlaufen von Silber beträchtlich zu verzögern. In Vergleichstests hat sich jedoch gezeigt, dass spezielle Absorber auf Basis von modifiziertem Zinkoxyd oder Tücher mit Silberpartikeln hier noch wesentlich besser abschneiden.
Corrosion Intercept besteht aus hochreaktiven porösen Kupferpartikel, die fest in eine Polymermatrix eingebettet sind. Das Kupfer reagiert mit korrosiven Gasen und bindet sie dauerhaft. Werden gefährdete Objekte mit Corrosion Intercept verpackt, so bildet die Folie eine wirksame Barriere gegen korrosive Gase von außen und erzeugt gleichzeitig innerhalb der Verpackung saubere Luftverhältnisse.
Silbertuch "Pazifik" |
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als Säckchen |
Besteht aus Baumwolle, in das Tausende Silberpartikel eingearbeitet sind. In Vitrinen wird Silbertuch Pazifik idealerweise so platziert, dass eindringende Schadstoffe gezwungen sind, durch das Silbertuch zu strömen, bevor sie das Silberobjekt erreichen können. Das Silbertuch wird somit am besten in die Nähe der Undichtigkeiten angebracht, bie Sutrzvitrinen z.B. in der Nut für die Sturzhaube. Sofern es aus optischen Gründen nicht möglich ist , das Silbertuch in der Nähe der Öffnungen anzubringen, sollte den Schadstoffen eine größt mögliche Fläche an Silbertuch angeboten werden (Beziehen der Rückwand o.ä.), um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass die Schadstoffe mit dem Silbertuch reagieren und nicht mit dem Silberobjekt. Bei Vitrinen mit Frontscheiben empfehlen wir, die vertikalen Glasfugen mit Klebeband 3M Typ 850 abzukleben. Silbertuch Pazifik besteht aus Baumwolle und Silber und besitzt
keinerlei bekannte schädigende Wirkung auf andere Kunstwerke. Die
braune Farbe rührt vom kolloidalen Silber her. Silbertuch Pazifik
ist besonders geeignet für Silberwaren in Depotschränken oder
im liturgischen Gebrauch, für die aus dem Silbertuch passende
Schutzhüllen genäht werden. Bei Schubladen wird ein loser Stofflappen
ganzflächig über die Silbergegenstände gelegt, sodass der Schubladeninhalt
vollständig geschützt ist. Das Tuch ist im Silberwarenhandel und
in Museen bestens bewährt. Beim Verarbeiten des Tuchs eine Staubmaske
tragen.
Das Silbertuch kann auch als fertige Säckchen genäht geliefert werden, nach Ihren Maßangaben, z.B. zur Aufbewahrung von Kelchen. Lieferzeit: normalerweise 2 Wochen
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Zinkoxydpräparat G 72-D |
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4,5 mm dicke Strangpresslinge (5-7 mm lang) aus 90% ZnO, 6,4% Al2O3, 0,6% Na2O, innere Oberfläche ca. 50 m²/g, Dichte ca. 1,1 kg/l.
Das Präparat besitzt eine hohe Absorptionsfähigkeit für Schwefelwasserstoff und hat in Vergleichstests Silberproben wesentlich länger vor dem
Anlaufen bewahrt als Aktivkohlegranulate oder Purafil. Für Anwendungen
bei ruhender Luft können die Presslinge zerkleinert werden. Für die Anwendung in Vitrinen empfehlen wir aber eher Silbertuch Pazifik (s.o.).
Auf Wunsch können wir Zinkoxyd G 72-D auch in 5g - Säckchen aus Teebeutelpapier abfüllen, ähnlich dem früheren Produkt Miracle Sac, das inzwischen nicht mehr erhältlich ist. Ähnlich wie bei Silbertuch Pazifik lässt sich nicht pauschal sagen, wie viele Beutel pro m³ erforderlich sind. Es kommt eher darauf an, wo die Säckchen platziert sind: Am besten in der Nähe der Fugen, wo die Schadstoffe in den Behälter oder die Vitrine eindringen, damit sie die Silberobjkete nicht erreichen können.
Bitte beachten Sie folgendes Sicherheitsdatenblatt zum Zinkoxyd G 72-D: hier Downloaden als PDF. Das Produkt darf insbesondere nicht in Gewässer und Kläranlagen gelangen! |
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