Reduzierung von Luftschadstoffen in Museen und Archiven

Unterrichtseinheit an der Universität für Angewandte Kunst, Wien, Version 16. 9. 01, aktualisiert 2004

4.5 Sorbentien zur Schadstofffilterung

(sehr gute Einführung siehe CATC)

Adsorber sind in der Lage, Moleküle an ihrer sehr großen inneren Oberfläche anzulagern. In einer bestimmten Distanz zur Oberfläche werden die Moleküle wie in einer Art Energiekuhle gefangen, die sie nur in einem höheren Energiezustand wieder verlassen können. Der Adsorptionsprozess ist im Prinzip reversibel.

Als Adsorber für Luftschadstoffe kommen hauptsächlich drei Materialgruppen zum Einsatz:

  1. Aktivkohlen: Die Poren verengen sich zunehmend von Makroporen zu Mikroporen. Aktivkohlen sind daher in der Lage, Moleküle aller Größen zu adsorbieren. Moleküle, die in den Mikroporen gefangen sind, werden u. U. nicht mehr desorbiert, da sie gleich wieder von der gegenüber liegenden Porenwand adsorbiert werden und umgekehrt.
  2. Zeolithe besitzen als Kristalle mit Käfigstruktur eine ganz definierte Porengröße. Nur Moleküle einer bestimmten Größe werden durchgelassen und adsorbiert, daher auch ihre zweite Bezeichnung "Molekularsiebe". Zeolithe lassen sich in verschiedensten Porengrößen herstellen. Natürliche Zeolithe sind hydrophil, künstliche Zeolithe können auch hydrophob eingestellt werden. Die Zeolithkristalle sind sehr klein (< 1 mm) und werden zur Gasaufbereitung in größere Granulatkügelchen oder -zylinder verbacken.
  3. Polymere sind ähnlich wie Aktivkohlen weniger selektiv bezüglich der Molekülgröße, besitzen jedoch kaum Mikroporen. Ähnlich wie Zeolithe lassen sie sich daher besser regenerieren.

    4.5.1 Aktivkohle - verschiedene Anwendungsformen, Purafil

    4.5.2 Silikagel, Aktivton, Molekularsiebe

    4.5.3 Spezielle Adsorber zum Schutz von Silber und Kupfer


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